Gernsheimer Hochseekameradschaft e.V.

Rund um die Segelyacht Moby Dick III.

Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


berichte:2009:ausbildungstoern_bodoe-bodoe

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

berichte:2009:ausbildungstoern_bodoe-bodoe [18.03.2012 14:27 Uhr]
Thomas Wetterer Created from the formular at berichte:neu
berichte:2009:ausbildungstoern_bodoe-bodoe [18.03.2012 14:38 Uhr] (aktuell)
Thomas Wetterer
Zeile 11: Zeile 11:
 ---- ----
  
-====== Und ab hier bitte den Törnbericht eingeben ======+===== Sonntag, den 12.07.2009 - Standort: Hafen Bodø ===== 
 +Christian und Uli sind schon einen Tag früher nach Bodø aufgebrochen. Da der Flug ab 
 +Frankfurt bereits mit Verspätung begann, erreichten wir die gebuchte Maschine nach Bodø 
 +nicht mehr. Da alle Flugzeuge nach Bodø ausgebucht waren, schickte uns die SAS über 
 +Tromsö nach Bodø. Nach einer Anreisezeit errechten wir nach 12 Stunden Bodø. Der Flug 
 +von Oslo nach Bodø über die endlosen verschneiten Berge nach Tromsø war schon 
 +beeindruckend. Auf dem Flug von Tromsø nach Bodø an der Küstenlinie entlang waren die 
 +unzähligen Felsen und kleinen Inseln ein herausragendes Merkmal der Norwegischen Küste. 
 + 
 +**Wissenswertes über Bodø** 
 +Die Stadt liegt auf einem Längengrad von 14° 23' ö.L. und einem Breitengrad von 67° 17' 
 +n.B.. Die Polarnacht dauert vom 15. bis zum 29. Dezember, die Mitternachtssonne ist sichtbar 
 +vom 2. Juni bis zum 10. Juli. Die Stadt hat 46.342 Einwohner (Stand: 1. Oktober 2008). Diese 
 +leben auf einer Fläche von 1.385 km². Es studieren ca. 4.000 Studenten an der Hochschule 
 +Bodø und der Pädagogischen Hochschule Bodø. Die Einwohner leben hauptsächlich vom 
 +Handel, Industrie und dem Militär. Im Jahre 1816 wurde die Stadt gegründet. Ab 1860 bis ca. 
 +1880 waren große Heringsschwärme in der Region, die die Stadt stark wachsen ließen. Die 
 +Schiffe der Hurtigruten mit ihrem Personen- und Güterverkehr haben daran einen großen 
 +Anteil. Im Jahre 1940 wurde Bodø von der deutschen Luftwaffe zu einem Großteil zerstört 
 +und hat daher heute nicht mehr viele historische Sehenswürdigkeiten. Während des Kalten 
 +Krieges war die Stadt auch Sitz des NATO-Hauptquartiers der Alliierten Streitkräfte 
 +Nordnorwegen und unterstand dem Regionalkommando Alliierten Streitkräfte Nordeuropa 
 +(AFNORTH) mit Hauptquartier in Kolsås. 
 +Zwischenstation Tromsö 
 + 
 +===== Montag, den 13.07.2009 - Standort Hafen Bodø ===== 
 +Vom Rest der Crew hatten wir den Auftrag Proviant für den Törn einzukaufen. Wir sind dann 
 +bei strahlenden Sonnenschein mit Ulis Rollenkoffer und einem Seesack losgezogen um in 
 +dem nächsten Supermarkt unsere Einkäufe zu erledigen. Uli hatte von seiner Frau eine Liste 
 +mit Mahlzeiten bekommen, an der wir die entsprechenden Lebensmittel aussuchten. 
 +Nachmittags haben wir dann die Abfahrt des Hurtigroutenschiffes direkt am Kai beobachten 
 +können. Um 18.00 sind wir dann losgegangen um vom nahen Flugplatz (1,5 Km) unseren 
 +Skipper Rainer abzuholen. Er kam uns gleich mit einer guten Flasche Whisky entgegen. Ute 
 +kam 2 Stunden später mit der Billigfluglinie Norwegian an. Rainer holte Sie ab während Uli 
 +das Abendbrot zubereitete. 
 + 
 +Nach dem Essen haben wir auf Deck noch die Mittsommernacht genossen. Die Sonne geht in 
 +diesem Jahr bis zum 15.7. nicht unter. Es ist gewöhnungsbedürftig sich nachts um 2 Uhr bei 
 +Sonnenschein in die Kojen zurückzuziehen. 
 +Hurtigroutenschiff und Hafen Bodö 
 + 
 +===== Dienstag, den 14.07.2009 - Bodø - Reine ===== 
 +Nach einem guten Frühstück haben wir um 9.20 abgelegt und uns durch die Schären den Weg 
 +nach den Lofoten gesucht. Um 11.00 verlangte dann unsere Ausbilderin Ute das Mann über 
 +Bord Manöver (warum heißt es nicht Mädchen über Bord Manöver?) unter Maschine. Jeder 
 +von uns musste sein Können beweisen. Besonders Uli der demnächst seinen nächsten 
 +Segelschein machen möchte, war sehr wissbegierig. Leider war der Wind uns nicht holt, so 
 +dass wir nur einige Schläge und Besan, Groß und Rollfock segeln konnten. Um 20.55 hat 
 +Rainer dann sein erstes Anlegemanöver vollbracht. Leider ist dabei ein Fender abhanden 
 +gekommen, da der Bensel porös war und abgerissen wurde. 
 + 
 +Der Abend klang dann nach einem opulenten Abendessen mit Kammsteaks mit Rotwein und 
 +Whiskey aus. 
 + 
 +Tagesstrecke 39 sm 
 + 
 +Auf dem Weg von Bodö nach Reine 
 + 
 +===== Mittwoch, den 15.07.2009 - Reine – Nussfjord ===== 
 +Wie jetzt üblich wurde nach einem ausgiebigen Frühstück um 9.30 abgelegt um in das nahe 
 +Museumsdorf Nussfjord zu gelangen. Bei einer Windstärke von N1 konnten wir leider nicht 
 +segeln, so dass wir unter Motor um 12.50 im Nussfjord ankamen. Zum Glück war die Pier nur 
 +mäßig belegt, so dass wir froh waren in dem kleinen Hafen einen Liegeplatz gefunden zu 
 +haben. Wir konnten uns nun in aller Ruhe den Museumsort ansehen wir die alte Tranerei usw. 
 +Viele Touristen besuchen den Ort und auch die deutsche Sprache war überall zu hören. Nach 
 +Aussage eines in den Lofoten wohnenden Deutschen war am Vortag eine Temperatur von 30 
 +Grad bei durchschnittlichen Temperaturen im Sommer von 10 Grad. 
 + 
 +Am Abend gab es Nudeln mit Hackfleischsose. Leider fiel die geplante Wanderung auf einen 
 +Berg um letztmalig in diesem Jahr die Mitternachtssonne zu beobachten auf Grund des 
 +schlechter werdendes Wetter aus. 
 + 
 +Tagesstrecke 11 sm 
 + 
 +===== Donnerstag, den 16.7.2009 - Nussfjord - Stamsund ===== 
 +Um 9.00 mussten wir leider wieder ablegen nachdem wir dem rustikalen Duschhäuschen 
 +einen Besuch abgestattet haben. Da heute der Wind aus der richtigen Richtung kam, wurde 
 +endlich wieder einmal gesegelt. Unsere Ausbilderin Ute hat dies sogleich zum Anlass 
 +genommen diesmal das Mann über Bord Manöver unter Segeln mit uns zu üben. Jeder musste 
 +seine Fertigkeiten unter Beweis stellen mit dem Manöver unter Q-Wende, Halsen und 
 +Beiliegen. Nach 2 stündiger intensiver Ausbildung ließ uns Ute erschöpft weitersegeln. Um 
 +16.55 erreichten wir Stamsund einen alten Hauptumschlagplatz der Lofoten. Rainer ließ beim 
 +Anlegemanöver Christian den Vortritt. Die maroden Kaimauern erinnerten noch an 
 +glanzvollere Zeiten. Am Abend, nach einer Ortsbesichtigung konnten wir noch das Einlaufen 
 +von zwei Hurtigroutenschiffen beobachten. Der Abend klang mit einem Abendessen mit 
 +Hähnchen ala Christan aus. 
 + 
 +Tagesstrecke sm 23 
 + 
 +===== Freitag, den 17.07.2009 - Stamsund - Svolvær ===== 
 +Nach dem inzwischen gewohnten ausgiebigen Frühstück verließen wir um 9.45 Stamsund. 
 +Leider war auch heute uns der Wind nicht holt, so dass wir unter Motor und Unterstützung der 
 +Genua Richtung Svolvær motort sind. Die ursprünglich geplante Fahrtroute über den 
 +Trollfjord mussten wir fallenlassen, da wir sonst erst gegen 19.00 Uhr den Trollfjord erreicht 
 +hätten und dann noch den gesamten Rückweg nach Svolvær zurücklegen mussten. So haben 
 +wir um 14.05 den Yachthafen in Svolvær erreicht. Da wir so früh waren, konnten wir uns 
 +noch einen Außenplatz am Schwimmsteg sichern. 
 + 
 +Tagesstrecke 25 sm 
 + 
 +===== Samstag, den 18.07.2009 - Hafentag Svolvær ===== 
 +Da heute Uli uns leider wieder verlassen muss, haben wir ihn um 12.20 verabschiedet. 
 +Er ist mit dem Taxi zum Flughafen nach Svolvær gefahren um nach Bodö zurückzufliegen. 
 +Wir die Restcrew haben diesen Tag zu einem Spaziergang durch Svolvær genutzt. Rainer hat 
 +einen neuen Fender für 500 NOK gekauft. In Norwegen ist wirklich alles teurer wie bei uns in 
 +good old Germany. 
 + 
 +===== Sonntag, den 19.7.2009 - Svolvær – Trollfjord ===== 
 +Heute sind wir zu dem sagenumwobenen Trollfjord bei bedecktem Himmel aufgebrochen. 
 +Vorher waren im Hafen noch ein paar Hafenübungen unter Motor angesagt. Die Fahrt durch 
 +den Raffsund war sehr beeindruckend. Links und Rechts hohe teilweise schneebedeckte 
 +Berge und in den Täler dahinter weitere Berge. Um 13.00 haben wir dann den Trollfjord 
 +erreicht. Dieser ist 2 km lang und von hohen Bergen umgeben. Am Ende des Fjordes läuft 
 +dieser weiträumig aus mit viel grüner Bewachsung. Da die Pier am rechten Kraftwerk frei 
 +war, haben wir sofort dort festgemacht. Nach dem am Nachmittag die Sonne des ganzen Fjord 
 +beleuchtet hat, haben wir kurzfristig beschlossen die Nacht hier zu verbringen. Viele 
 +Ausflugsboote laufen für eine kurze Stippvisite den Fjord an. Dafür bezahlen die Touristen 
 +450 NOK (53 Euro). Da wir ursprünglich geplant hatten mit einem Ausflugsboot den 
 +Trollfjord zu besuchen haben wir mindestens 4.050 NOK gespart für einen Aufenthalt von je 
 +20 Minuten. Gegen Nachmittag hat noch ein Norweger längsseits an der Moby Dick 
 +festgemacht. Am Abend sind dann noch die fahrplanmäßigen Hurtigroutenschiffe in den 
 +Trollfjord eingelaufen 
 + 
 +Die Mitternachtssonne hat noch um 1.00 Morgens die Berggipfel beleuchtet. 
 +Dies war der nördlichste Punkt unserer Reise bei 68° 22 N 14°55 E. 
 + 
 +Tagesstrecke 20 sm 
 + 
 +//Die Einmündung des Trollfjords in den Raftsund ist nur 100 Meter breit. Im weiteren Verlauf 
 +erweitert sich der Fjord bis auf eine maximale Breite von 800 Metern. Die Südseite des 
 +Trollfjords wird durch den 1045 bis 1084 Meter hohen Trolltindan begrenzt, an der Nordseite 
 +steigen der 998 Meter hohe Blåfjell und der 980 Meter hohe Litlkorsnestinden fast senkrecht 
 +aus dem Wasser. Die Linienschiffe der Hurtigruten fahren auf ihrem Weg von Bergen nach 
 +Kirkenes durch den Raftsund und biegen als besondere touristische Attraktion kurz in den 
 +Trollfjord ein. An der breitesten Stelle wenden sie und setzen ihre Fahrt durch den Raftsund 
 +fort. Auch andere Kreuzfahrtschiffe vollziehen dieses spektakuläre Manöver. Früher war es 
 +üblich, dass sich große Schiffe an den steilen Felswänden durch Aufmalen ihres 
 +Schiffsnamens und des Besuchsdatums verewigten. Im Touristikbüro im Hafen von Svolvær 
 +erhält man Tickets für eine dreistündige Trollfjord-Tour mit einem ehemaligen Fischkutter. 
 +Auf dieser Tour wird dem Fahrgast die Möglichkeit geboten, Kabeljau oder Dorsch mit Hilfe 
 +einer 40 Meter langen Senkbleischnur zu angeln (Pilkern). Am Ende des Trollfjords ergoss 
 +sich bis 1960 ein Wasserfall in den Fjord, dessen Kraft, durch zwei dicke Rohre gebändigt, 
 +seither der Stromerzeugung dient. Das hierzu notwendige kleine Turbinenhaus steht am Ufer 
 +des hinteren Fjordabschlusses am Rande einer Bergwiese. Starkstromleitungen spannen sich 
 +von hier über den Berg in Richtung Svolvær. 1921 beschreibt Johan Bojer in seinem Buch 
 +Die Lofotfischer (Den siste viking) die Schlacht am Trollfjord, den ersten großen Kampf 
 +zwischen kapitalkräftigen Unternehmern mit ihren Dampfbooten und armen Lofotfischern um 
 +die Ressourcen des Meeres. An der Einmündung des Trollfjords in den Raftsund verstellten 
 +um 1880 die Dampfboote die Einfahrt, um den Nordlandbooten der Fischer den Zugang zum 
 +Fjord zu verwehren und diesen selbst mit Senknetzen abzufischen. Die Fischer enterten die 
 +Dampfboote und erkämpften sich den freien Zugang. Dieses und ähnliche Ereignisse wurden 
 +im Storting, dem Norwegischen Parlament, debattiert und führten 1893 zum Verbot der 
 +Fischerei mit Senknetzen.// 
 + 
 + 
 +===== Montag, den 20.7.2009 - Trollfjord – Skrova ===== 
 +Leider mussten wir um 12.00 den Trollfjord wieder verlassen. Bei Sonnenschein sind wir 
 +wieder den Raftsund mit der fantastischen Bergwelt hinuntergefahren um die Insel Skrova um 
 +14.10 zu erreichen. Wir mussten wieder an einer Fischerpier mit Autoreifen anlegen. In der 
 +benachbarten und einzigen Gaststätte konnten wir für 50 NOK im ersten Stock duschen 
 +gehen. 
 + 
 +Tagesstrecke 21 sm 
 + 
 +**Skrova** //ist der Name einer kleinen Inselgruppe und eines Fischerortes in der Gemeinde Vågan 
 +im norwegischen Fylke Nordland auf den Lofoten. Der nördliche Nebenarm des Vestfjords 
 +zwischen Svolvær und Skrova wird auch Hølla genannt. Skrova ist die südlichste Spitze einer 
 +kleinen Inselkette, bestehend aus Årsteinen, Store Molla und Lille Molla, die sich von 
 +Nordosten bis Südwesten in den Vestfjord erstreckt. Eine Vielzahl von Schären und Holme 
 +umgibt die beiden Hauptinseln Storskrova und Heimskrova, von denen viele durch Brücken 
 +und Molen verbunden sind. Das Skrovafjell befindet sich beim Berg Storskrova, der einen 
 +fantastischen Panoramablick auf die Schärenwelt, das norwegische Festland und die 
 +westwärts liegenden Lofoten bietet. In Norwegen ist Skrova die Verknüpfung von 
 +Lofotfischerei und Walfang vergangener Tage.In den letzten zweihundert Jahren war Skrova 
 +das Zentrum der Lofothochseefischerei und des Walfangs Nordnorwegens. Mancher alte 
 +Fischer blickt sehnsuchtsvoll auf die alten Zeiten zurück, in denen bis zu tausend Fischer vom 
 +Festland auf der Insel überwinterten. Sie wurden in den Rorbu, wo auch ihre Boote 
 +festgemacht wurden, untergebracht. Der Dorsch- und Seelachsfang fand damals saisonbedingt 
 +in den Wintermonaten bis Ostern statt. Stockfisch war ein Exportschlager der Region. 
 +Heutzutage besteht die Fischindustrie aus dem der Insel vorgelagerten Aufzuchtbecken für 
 +Lachse und Regenbogenforellen.// 
 + 
 +===== Dienstag, den 21.7.2009 - Skrova – Henningsvear ===== 
 +Heute haben wir uns nur einen kurzen Trip vorgenommen. Von 10.30 bis 14.10 waren wir 
 +größtenteils unter Segeln (1/2 Genua) unterwegs. An der Gästepier des Briggehotels haben 
 +wir einen guten Liegeplatz bekommen. Der Wirt wies uns noch auf Felsen hin so dass wir 
 +unser Boot noch verholt haben. Henningsvaer ist ein touristisch attraktiver Ort mit 
 +Reisebussen aus aller Welt. Man hört hier auch sehr viel deutsch. Am Abend haben wir uns 
 +dann ein Essen im Briggehotels gegönnt. Es gab Stockfisch (Bakalao). Dabei haben wir die 
 +Bekanntschaft von einer ungarischen Schriftstellerin die auf Hawai lebt, gemacht. Frau Jutka 
 +T. Emoke Barabas (jutka@9isles.com) (jutka50@aol.com) (www.9isles.com) hat unter 
 +anderem die Romane „Die Lichtfrau“, „Die Flegeljahre eines Flüchtlings“ und „Mein Name 
 +ist Friede“ geschrieben und ist auf einer Fotoreise um neue Eindrücke zu sammeln. 
 + 
 +Tagesstrecke: 9 sm 
 + 
 +**Henningsvær, das bekannteste Fischerdorf der Lofoten**, auch „Venedig des 
 +Nordens“ genannt, ist im Winter Zentrum für die größte Dorschfischerei weltweit. 
 +Während der Lofot-Fischerei geht es im Hafen hoch her. Henningsvær hat sein 
 +ursprüngliches Milieu mit blankgescheuerten Seehäusern und dichtstehenden 
 +Fischerhütten noch bewahrt. **Henningsvær ist ein Ort für Gedankenflüge**, für 
 +Seelenruhe und starke Naturerlebnisse. Henningsværs Hauptstraße ist der berühmte 
 +Hafen. Hinter den Speichern liegt eine bunte Mischung aus Wohnhäusern, Geschäften, 
 +Werkstätten, Cafés, Hotels und Schule. Rundherum im Fischerdorf stehen die markanten 
 +Trockengerüste für den Stockfisch – auch Kathedralen der Lofoten genannt. 
 +**Grunnskallen und Henningsværstraumen** sind seit Jahrhunderten die besten 
 +Fischplätze der Lofoten. Hier versammelt sich jedes Jahr der Kabeljau zum Laichen. 
 +Henningsvær liegt nur 15-30 Gehminuten von diesen Plätzen entfernt – das macht den 
 +Ort für Fischer aus der ganzen Welt zur richtigen Wahl. **Henningsvær Rorbuer** besteht 
 +aus mehreren Fischerhütten und Speichern. Schon in alter Zeit gab es hier Fischerhütten, 
 +Geschäft, Köderbuden, Sälzerei, Klippfischtrockenanlage, Tran-Dämpferei und 
 +Fischannahme. Hier hat so manch ein Fischer gelebt und gearbeitet. 
 + 
 + 
 +===== Mittwoch, den 22.7.2009 - Henningsvaer – Ballstad ===== 
 +Um 11.15 hat uns Frau Barabas von Henningsvaer verabschiedet. Diesmal haben wir uns 
 +wieder nur einen kurzen Törn vorgenommen. Bei nur drei Seglern müssen einfach Abstriche 
 +gemacht werden. Um 15.00 haben wir Ballstadt bei auffrischenden Boen bis zur Windstärke 7 
 +erreicht und mussten wieder an einer Fischerpier mit den Autoreifen festmachen. Um 20.15 
 +haben wir die Moby Dick auf die andere Seite verlegt. Leider konnten wir wegen des 
 +Wasserstandes und der hohen Kaimauer Ballstad nicht erkunden. 
 + 
 +Tagesstrecke: 18 sm 
 + 
 + 
 +===== Donnerstag, den 23.7.2009 - Ballstad - Bodø ===== 
 +Nach dem wir lange überlegt haben ob wir weitere Häfen auf den Lofoten ansteuern sind wir 
 +einhellig zu der Meinung gelangt jetzt schon Bodö anzulaufen, da die Wettervorhersagen 
 +schlechtes Wetter und den „falschen“ Wind vorhergesagt haben. Pünktlich um 6.00 legten wir 
 +ab. Leider konnten wir nur 2 Stunden segeln, dann hat der Wind gedreht, so dass wir unter 
 +Maschine weiterlaufen mussten. Um 15.45 haben wir in Bodö festgemacht, nach dem wir 
 +lange vergeblich nach einem Liegeplatz im Hafen gesucht haben. Letztendlich konnten wir an 
 +der Innenpier des Gästehafens einen Liegeplatz ergattern. Der Stegbesitzer ist ausgelaufen 
 +und hat uns seinen Platz zur Verfügung gestellt. Die Temperaturen lagen bei angenehmen 20 
 +Grad. 
 + 
 +Tagesstrecke: 54 sm 
 + 
 +===== Freitag, den 24.7.2009 - Bodø ===== 
 +Nach einem Frühstück mit gebackenem Speck und einem Besuch bei der Hafenmeisterin war 
 +nach unser Rückkehr zum Schiff stellten wir fest, dass auf der richtigen Seite ein großer 
 +Liegeplatz (Gästepier außen hinten) frei war. Rainer und Christian haben nur zu Zweit die 
 +Moby Dick umgelegt während Ute und der freundliche Schwede vom Vortag die Leinen 
 +entgegennahmen. Hier kann die Moby Dick ohne Probleme die nächsten Tage liegen bleiben. 
 +Bevor der große Regen kam, hat uns Ute noch eine leckere Suppe zubereitet. 
 + 
 +===== Samstag, den 25.7.2008 - Bodø ===== 
 +Der Tag begrüßt uns wieder mit Dauerregen und jetzt auch noch dicken Nebel. Nach dem 
 +Frühstück räumen wir das Boot auf und reinigen es gründlich. Rainer kniet im Motorraum 
 +und reinigt gründlich die Motorbilge. Da merkt man den C6 Ingenieur der Seefahrt. Am 
 +Nachmittag besuchen Rainer und Christian das Luftfahrtmuseum . Es gibt hier neben der 
 +Militärluftfahrt auch Exponate der Zivilluftfahrt. u sehen gibt es unter anderem eine JU 52, 
 +Lockheed U2, De Havilland usw. Zurück zu nehmen wir den Bus, der durch seine Schleife 
 +durch ganz Bodo macht. 
 + 
 +Am Nachmittag wird eine allgemeine Lesestunde abgehalten. Es gibt ja genug Bücher an 
 +Bord. 
 + 
 +===== Sonntag, den 26.9.2009 Bodø ===== 
 +Heute morgen scheint endlich wieder die Sonne. Die Zirren am Himmel weisen wieder auf 
 +schlechtes Wetter hin. 
 + 
 +====Zusammenfassung ===== 
 +220 sm Gesamtdistanz \\ 
 +38 Motorstunden \\  
 +168 Liter Diesel (4,42 Liter pro Stunde)
berichte/2009/ausbildungstoern_bodoe-bodoe.txt · Zuletzt geändert: 18.03.2012 14:38 Uhr von Thomas Wetterer